Alice versucht, ihr Deutsch zu verbessern.
‘Tschuldigung, war ein paar Tagen krank!
Am Dienstag war das Thema „Bücher”. Erst haben wir mehr Komposita gebildet. Am meisten würden die Bedeutungen klar. Was neu war, war die Leseratte — das ist, der Bücherwurm!
Nachdem hatten wir mehr Vokabel. Deutsch hat viele Wörter, die sehr ähnlich sind, für herausgeben oder veröffentlichen. Es gibt auch publizieren und herausbringen. Als alternativ zu lesen, gibt es überfliegen (sehr schnell und nicht genau zu lesen) und schmökern (minderwertig Literatur zu lesen — das erinnert mich an glotzen, das wir als einer der Verben der Sinnen gelernt).
Dann hat unsere Lehrerin uns von Wladimir Kaminer erzählt. Er wurde in Moskau geboren, wohnt aber seit 1990 in Berlin. Er schreibt Kurzgeschichte und Bücher, und veröffentlicht (neues Wort!) Texte in Zeitungen und Zeitschriften. Er hat auch eine Sendung und einen Restaurant. Heute hat unsere Lehrerin ein paar Geschichte mitgebracht, und wir haben eine von denen vorgelesen. Ich mochte sie sehr. Er hat einen tollen Stil!
Als Hausaufgaben haben wir drei Aussagen genehmen genommen, und mussten diskutieren, ob wir dafür oder dagegen sind.
Das Lesen von Comics sollte man Kindern grundsätzlich verbieten. Sie lernen sonst nicht richtig lesen und schreiben.
In diesem Punkt habe ich eine ganz andere Meinung. Ich glaube eher, dass das Lesen von Comics sehr gut sein kann. Dabei können manche Kinder lesen lernen, die sonst überhaupt nicht lesen würden.
Es ist egal, was man liest, Hauptsache man liest.
Das sehe ich auch so. Zumindest ist es noch besser als fernsehen. Sogar wenn es reine Unterhaltung ist, wird das Gehirn benutzt. Um zu lesen, muss man seine Vorstellungskraft nutzen.
Kriminalromane sind minderwertige Literatur. Es ist reine Zeitverschwendung, wenn man so etwas liest.
Das hat Vor- und Nachteile. Vielleicht ist das reine Unterhaltung, aber man hat viele Methoden, Zeit zu verschwenden. Wie ist es schlechter als glotzen? Zumindest nutzt man bei dem Lesen von Krimis seine Vorstellungskraft.
Na ja, ich habe mich etwas wiederholt… ist mir egal!
Ohr-
Nasen-
Augen-
Mund-
Zungen-
Hand-
Gestern haben wir auch Redewendungen zu „Auge” gelernt.
beide Augen zudrücken
einen Fehler oder Mangel sehr nachsichtig behandeln
Augen wie ein Luchs haben
sehr gut sehen (ein Luchs ist eine Raubkatze)
etwas ins Auge fassen
etwas planen
Das kann ins Auge gehen
Das kann schlimme Konsequenzen haben
mit einem blauen Auge davonkommen
eine unangenehme Situation ohne großen Schaden überstehen
ein Auge auf jemanden werfen
sich für jemanden interessieren
Das springt ins Auge
etwas ist sehr auffällig
Die Augen gehen einem auf
etwas plötzlich durchschauen
aus den Augen verlieren
keinen Kontakt mehr haben
Die Augen gehen einem über
überwältigt sein von der Schönheit oder Menge einer Sache
Also, schon durchfallen: gestern habe ich nichts geschrieben. Sagen wir, ich werde etwas die meisten Tagen schreiben?
Heute habe ich eine Abendsprachkurs angefangen, außer meine Bücher von Hammer. Letzte Woche haben sie die Sinne diskutiert, und heute haben wir diese Thema fortgesetzt. Erst haben wir viele Verben gesehen, die etwas mit Körperteilen bzw. Sinnesorganen zu tun haben: mit Nase, Augen, Hände, Ohren oder Zunge/Mund Gaumen. Manche hatte ich schon gekannt, viele hatte ich nicht. Ein Paar wurden mir klar, was sie bedeuten.
Nase
Ich hatte schnuppern und schnüffeln nicht gekannt, aber sie waren nicht schwer. Beide sind, was Hunden machen! Man könnte schnuppern über Menschen sagen, aber schnüffeln wahrscheinlich nicht.
Augen
Hier neu: betrachten, erspähen, glotzen. Glotzen gefällt mir besonders.
Hände
Ich kannte kratzen und streicheln, weil ich auch Katzen kenne! Die Wörter antatschen und grapschen sind beide negativ (vielleicht ist der Rechtschreibprüfer über-positiv?). Ich mag ertasten: was man macht, wenn es Dunkel ist.
Ohren
Die Geräusche sind besonders nett: klappern, klirren, quietschen. Ich mag auch horchen. Ich hatte das nie gehört.
Zunge/Mund/Gaumen
Ein Gourmand schmaust oder schlemmt. Ein Koch kostet und schmeckt etwas (Essen) ab. Laut essen heißt schmatzen. Sie klingen alle ein bisschen zu ähnlich für mich! (Ich muss auch sie prüfen). Hinunterwürgen macht man, wenn das Essen nicht gut ist.
Heute beginne ich ein neues Projekt: ich werde mein Deutsch üben und verbessern durch ein Tumblelog. Täglich werde ich einen kurzen Texteintrag auf Deutsch schreiben, über was ich neulich gelernt habe. Ich werde Fehler machen (wahrscheinlich habe ich das schon gemacht); trotzdem werde ich schreiben.
Ich lerne mit Hilfe von Hammer’s German Grammar and Usage und das Arbeitsheft Practising German Grammar: A Workbook. Die Erklärungen sind ausgezeichnet. Ich beginne am Anfang und lerne gerade über Genus. Oft mache ich grammatische Fehler, nur weil ich das Genus eines Wortes nicht weiß. Jetzt lerne ich langsam die Regeln und allgemeine Trends.
Einige Wörter sind männlich, weiblich, oder sächlich durch ihre Bedeutung. Hier sind die Wörter, die männliche Bedeutungen haben.
Männlich